Jugendlicher stirbt nach Badeunfall im Krankenhaus – Stand-up-Paddler handelt vorbildlich
Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst am Fanny-Lewald-Ring in Hamburg
Hamburg. Ein tragischer Badeunfall hat am Donnerstagnachmittag am Fanny-Lewald-Ring einen Großeinsatz von Feuerwehr Hamburg, DLRG und Rettungsdienst ausgelöst. Ein Jugendlicher war in einem See untergegangen. Trotz einer schnellen Rettung und intensiver Reanimationsmaßnahmen erlag der Teenager in der Nacht im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Nach Angaben des Lagezentrums der Feuerwehr Hamburg ging gegen 16:44 Uhr die Meldung über eine untergegangene Person im Bereich des Sees am Fanny-Lewald-Ring ein. Bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte hatte ein Stand-up-Paddler die Situation erkannt und außergewöhnlich umsichtig gehandelt: Er markierte die Stelle, an der der Jugendliche untergegangen war, bis Feuerwehr und DLRG eintrafen.
Diese Orientierungshilfe erwies sich für die Wasserretter als äußerst wertvoll. Gerade bei Einsätzen auf offenen Gewässern können bereits wenige Meter über den Erfolg einer Tauchsuche entscheiden.
Unmittelbar nach ihrem Eintreffen begannen die Feuerwehrtaucher mit der Suche. Der zuerst eingesetzte Taucher konnte den Jugendlichen schließlich in rund zehn Metern Wassertiefe auffinden. Der Teenager wurde leblos aus dem Wasser geborgen und unter laufenden Reanimationsmaßnahmen an den Rettungsdienst übergeben. Anschließend erfolgte der Transport in ein Krankenhaus.
Am Abend hatte das Lagezentrum der Feuerwehr noch vorsichtig Hoffnung geäußert. Aufgrund der Wassertemperatur bestand aus medizinischer Sicht zumindest eine geringe Chance auf ein positives Behandlungsergebnis. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte vor Ort sowie der anschließenden intensivmedizinischen Versorgung im Krankenhaus verstarb der Jugendliche jedoch in der Nacht.
Vorbildliches Handeln verdient besondere Anerkennung
Aus Sicht von Blaulicht Fokus verdient insbesondere das Verhalten des Stand-up-Paddlers besondere Anerkennung. Anstatt die Unglücksstelle aus den Augen zu verlieren oder den Bereich zu verlassen, blieb er an der Position und markierte den Ort des Untergangs bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte. Dieses besonnene Handeln verschaffte den Feuerwehrtauchern eine entscheidende Orientierung und dürfte die Suche erheblich erleichtert haben.
Der tragische Einsatz zeigt zugleich, wie schnell Badeunfälle lebensgefährlich werden können und wie wichtig schnelles, überlegtes Handeln von Ersthelfern ist.
Blaulicht Fokus spricht den Angehörigen, Freunden und allen Betroffenen sein tief empfundenes Mitgefühl aus.
Quelle: Feuerwehr Hamburg (telefonische Auskünfte des Lagezentrums), Eigenrecherche Blaulicht Fokus.